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Autokauf: Der Wechsel von Tesla zu XPENG

Autokauf: Der Wechsel von Tesla zu XPENG

Unser Tesla Model Y Long Range muss im kommenden Januar nach der Leasingzeit zurück an den Absender. Da die Lieferzeiten quer durch die Bank bei den meisten Herstellern aktuell bei mindestens fünf bis sechs Monaten liegen, hieß es für uns: Wir müssen uns zeitnah entscheiden und handeln. Versteht mich nicht falsch: Wir waren mit dem Tesla über weite Strecken echt zufrieden. Das Infotainment-System ist nach wie vor genial, blitzschnell und intuitiv. Leistung ist mehr als genug vorhanden, die Effizienz ist top und das Supercharger-Netzwerk sucht nach wie vor seinesgleichen. Aber – und das ist ein großes Aber: In den letzten Monaten hat sich mein Gefühl gegenüber dem Auto spürbar gewandelt. Mittlerweile knarzt und quietscht es an allen Ecken und Enden – und das nicht nur im Innenraum, sondern auch irgendwo von außen. Trotz intensiver Suche konnte ich die Ursachen bisher nicht lokalisieren. Dazu kommt: Der Innenraum wirkt mit der Zeit einfach steril und „langweilig“. Und über das Fahrwerk müssen wir gar nicht erst reden: Das ist und bleibt für mich das unausgewogenste und polterigste Fahrwerk, das ich in meinen 35 Jahren mit Führerschein gefahren bin. Der Blick über den Tellerrand: Probefahrt im XPENG G6 Also ging die Recherche los: YouTube-Reviews rauf und runter, Fachberichte gewälzt und Autohäuser abgeklappert. Irgendwann landet man fast zwangsläufig bei XPENG. Anfang Juli ging es für uns ins Autohaus Feser-Graf nach Schwabach zur Probefahrt mit dem XPENG G6 Performance – also dem direkten Konkurrenten zum Model Y. Mein Eindruck nach der Runde: Richtig gutes Auto. Die Software reagiert extrem flüssig und stabil auf Tesla-Niveau, der Innenraum wirkt wertiger (ja, für mein Empfinden auch hochwertiger als das Model Y Facelift) und das Fahrwerk bügelt Unebenheiten um Welten souveräner weg. Auch die automatische Einparkfunktion hat im Test auf Anhieb beeindruckt. Wir ließen uns ein Angebot machen, wollten aber – wie man das so macht – noch ein Wochenende drüber schlafen. Eigentlich schien die Sache klar: Der G6 wird unser nächstes Auto. Wäre da nicht dieser eine Moment beim Betreten des Autohauses gewesen... Liebe auf den zweiten Blick: Der XPENG P7+ Schon im Showroom stand da nämlich der XPENG P7+. Und das Ding ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Aus dem „drüber schlafen“ wurde ein ganzer Monat, in dem ich gefühlt jedes internationale Video, jeden Fahrbericht und jedes Detail zum P7+ inhaliert habe. Die Konsequenz: Wir mussten ihn unbedingt selbst fahren. Kurz darauf saßen wir im P7+ (als RWD Long Range) zur Testfahrt – und da war es endgültig um mich geschehen. Selten hat mich ein Auto auf Anhieb so in den Bann gezogen:Fahrkomfort & Fahrwerk: Unglaublich souverän und satt auf der Straße. Platzverhältnisse & Verarbeitung: Bequemlichkeit auf einem ganz anderen Level, extrem viel Beinfreiheit und ein Innenraum, der sich richtig edel anfühlt. Fahrdynamik & UI: Direkte Lenkung, top Geräuschdämmung und ein durchdachtes OS.Ganz großes Kino. Damit war die Überraschung perfekt: Nach über 20 Jahren SUV-Gewohnheit kehre ich tatsächlich wieder zu einer Limousine zurück! Hätte mir das vor ein paar Monaten jemand gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber der P7+ baut gar nicht so extrem tief, sodass der Unterschied beim Einsteigen im Vergleich zum Model Y erstaunlich gering ausfällt. Bestellt: Jetzt heißt es warten Die Tinte ist trocken. Bei uns wird demnächst ein XPENG P7+ Performance in Arctic White mit hellgrauem Interieur einziehen. Und als Premiere nach 35 Jahren Führerschein bekommt er sogar direkt eine Anhängerkupplung spendiert. Die Lieferzeit liegt bei rund sechs Monaten, wir peilen also eine Auslieferung zwischen Januar und März 2027 an. Ein kurzes Offtopic-Wort zu deutschen Herstellern Manch einer mag die Stirn runzeln und fragen: „Warum kein deutsches Fabrikat?“ Ganz ehrlich: Ich hätte liebend gerne ein deutsches Auto genommen. Mir ist auch völlig bewusst, dass ein heimisches Fabrikat aufgrund der Lohn- und Produktionskosten teurer sein muss. Aber wenn ich für eine vergleichbare Ausstattung locker das Doppelte auf den Tisch legen soll, dafür stellenweise noch angestaubte Technik bekomme und die Verarbeitung oft nicht einmal mithalten kann, bin ich raus. Ein neuer Mercedes GLC sieht schick aus und hat gute Specs – aber bei einem Preisschild von 80.000 € aufwärts hört der Spaß auf. Am Ende des Tages muss ich das Geld, das ich ausgebe, auch erst einmal erwirtschaften. Und Preis-Leistung muss einfach stimmen. Jetzt beginnt die Vorfreude – ich werde berichten, sobald der P7+ auf dem Hof steht! Bildnachweis: Die Fotos stammen von der XPENG-Website zum P7+. Alle Bildrechte liegen bei XPENG.